Virtuelle Inbetriebnahme Software: Open Source & AI-ready
Testen Sie Ihren SPS-Code an der simulierten Maschine, bevor die Hardware steht – mit einem Werkzeug, dessen Quellcode Sie lesen können.
Was virtuelle Inbetriebnahme Software leistet
Bei der virtuellen Inbetriebnahme wird die reale Steuerung – SPS oder Robotersteuerung – gegen ein simuliertes Maschinenmodell in Betrieb genommen. Antriebe, Sensoren und Materialfluss verhalten sich wie an der echten Anlage; der Automatisierungscode läuft unverändert. Fehler in Ablauflogik, Verriegelungen und Signalen fallen auf, solange sie noch am Schreibtisch korrigierbar sind – nicht erst auf der Baustelle.
Im Lebenszyklus des digitalen Zwillings ist das die zweite von vier Stufen: Aus der Vertriebs- und Konzeptsimulation wird das Modell für die virtuelle Inbetriebnahme, später der Integrationstest mit MES und schließlich das 3D-HMI an der laufenden Maschine. Ein Modell, einmal gebaut, über alle Stufen wiederverwendet.
Klassische vs. virtuelle Inbetriebnahme
Bei der klassischen Inbetriebnahme trifft der Steuerungscode zum ersten Mal an der realen Anlage auf die Mechanik – Fehler zeigen sich auf der Baustelle, unter Termindruck. Mit virtueller Inbetriebnahme passiert das Wochen früher: am digitalen Zwilling, ohne Stillstand und ohne Risiko für die Hardware.
| Klassisch | Virtuell | |
|---|---|---|
| Fehler im SPS-Code | zeigen sich erst an der realen Anlage | werden am Modell gefunden – vor der Montage |
| Testabdeckung | nur, was die Hardware zulässt | beliebige Szenarien, auch Fehler- und Grenzfälle |
| Inbetriebnahme vor Ort | voller Umfang inklusive Software-Fehlersuche | bis zu 75 % kürzer |
| Risiko | Crashs und Schäden an der Mechanik möglich | risikofrei am digitalen Zwilling |
Die 75 Prozent sind keine Marketingzahl: In der Feldstudie der TU München (Zäh/Wünsch) sank die reale Inbetriebnahmezeit durch virtuelle Inbetriebnahme um 75 Prozent – und der Anteil der auf Anhieb korrekten Steuerungsfunktionen stieg von 37 auf 84 Prozent.
Aus der Praxis: SEW-EURODRIVE
„Das offene Unity-Ökosystem macht virtuelle Inbetriebnahme skalierbar. High-Fidelity-Visualisierung, CAD-Integration und Echtzeit-Physik helfen uns, realistische digitale Zwillinge zu erstellen und Automatisierung zu optimieren – für eine schnellere, sicherere und effizientere Inbetriebnahme."
Made in Germany – und nachprüfbar offen
realvirtual wird in Deutschland entwickelt, mit über 18 Jahren Erfahrung in der Automatisierung. Aber ein Herkunfts-Etikett ist kein Argument – Nachprüfbarkeit ist eines: realvirtual Professional kommt mit vollem C#-Quellcode, das Übergabeformat ist offenes GLB, und der Viewer für die Auslieferung steht unter AGPL auf GitHub. Vertrauen Sie nicht dem Etikett. Lesen Sie den Code.
Für die EU-Maschinenverordnung 2027 heißt das: Die Pflicht, digitale Dokumentation über die Lebensdauer verfügbar zu halten, beantworten wir mit Architektur statt mit einem Vertrag – offene Formate und ein quelloffener Viewer können Ihnen nicht weggenommen werden.
AI-ready statt KI-Versprechen
Der freie, quelloffene MCP-Server integriert KI-Agenten wie Claude oder Cursor direkt in den Engineering-Workflow: über 150 Werkzeuge, mit denen die KI Komponenten anlegt, Signale verdrahtet und Antriebe fährt. Das Wissen des Zwillings wird strukturiert an das LLM übergeben – und weil der Quellcode offen ist, versteht die KI das Framework aus demselben Code, den auch Sie lesen.
Das KI-Backend wählen Sie frei: beim EU-Hoster oder komplett lokal. So entsteht aus dem CAD-Modell in kürzester Zeit statt in Tagen ein fertig verdrahtetes Modell für die virtuelle Inbetriebnahme.
Vertiefung: KI in der virtuellen Inbetriebnahme – Agenten und Vision-KI im digitalen Zwilling →
Läuft auf Ihrem Rechner – nicht in der Cloud
Die Simulation läuft lokal auf dem Engineering-PC. Es gibt keine GPU-Farm, kein Rechenzentrum, keine Streaming-Infrastruktur und keinen Cloud-Zwang – Ihre Maschinendaten und CAD-Modelle verlassen Ihr Haus nicht.
Ausgeliefert wird lizenzkostenfrei als Standalone-Anwendung für Windows, Linux, macOS und weitere Plattformen. Dokumentation und Maschinenmodelle erreichen Ihre Kunden zusätzlich als GLB im Browser – kostenlos, ohne Installation, ohne Account.
SiL oder HiL? Die Begriffe kurz erklärt
Virtuelle Inbetriebnahme wird in verschiedenen Konfigurationen betrieben – der Unterschied liegt darin, wo der Steuerungscode läuft.
Software-in-the-Loop (SiL)
Die Steuerung läuft als Software-Simulation – etwa Siemens PLCSim Advanced oder TwinCAT auf demselben PC. Keine Hardware nötig, beliebig skalierbar, ideal für frühe Tests. realvirtual verbindet sich direkt mit PLCSim Advanced, SIMIT und TwinCAT.
Hardware-in-the-Loop (HiL)
Die reale SPS-Hardware wird über das Netzwerk mit dem simulierten Maschinenmodell verbunden – z. B. eine S7-1500 über S7-TCP oder ein Beckhoff-IPC über ADS. Das reale Zeitverhalten der Steuerung ist Teil des Tests; typische Zykluszeiten von 10–50 ms genügen für flüssige Bewegung.
Model-in-the-Loop (MiL)
Regelungs- und Verhaltensmodelle aus MATLAB/Simulink koppeln über FMI direkt an den Zwilling – für Antriebs- und Prozessmodelle, bevor der erste SPS-Code existiert.
Ihre Steuerung spricht mit
Über 25 industrielle Schnittstellen arbeiten mit derselben Signalarchitektur: einmal verdrahtet, beliebig austauschbar – von Siemens S7 und PLCSim Advanced über Beckhoff TwinCAT, OPC UA, MQTT und EtherNet/IP bis zu Robotersteuerungen und FMI/Simulink.
Transparente Preise
realvirtual Professional, pro gleichzeitig arbeitendem Entwickler – keine Laufzeitgebühren für ausgelieferte Anwendungen. Der Einstieg ist kostenlos: realvirtual Starter mit Siemens-S7-Schnittstelle im Unity Asset Store.
Voraussetzung: eine gültige Unity-Lizenz (nicht im Preis enthalten).
Häufige Fragen zur virtuellen Inbetriebnahme
Was kostet Software für die virtuelle Inbetriebnahme?
realvirtual Starter ist kostenlos (inkl. Siemens-S7-Schnittstelle). realvirtual Professional kostet 1.250 € netto, einmalig pro Entwickler – ohne Laufzeitgebühren für ausgelieferte Anwendungen. Alle Preise stehen öffentlich auf der Website.
Welche Steuerungen werden unterstützt?
Über 25 Schnittstellen: Siemens S7 und PLCSim Advanced, Beckhoff TwinCAT, OPC UA, MQTT, Modbus, EtherNet/IP, Bosch ctrlX, Keba sowie Robotersteuerungen von KUKA, Fanuc, ABB, Universal Robots und mehr – dazu FMI/Simulink für externe Verhaltensmodelle.
Was ist der Unterschied zwischen SiL und HiL?
Bei Software-in-the-Loop (SiL) läuft die Steuerung als Simulation (z. B. PLCSim Advanced) auf dem PC, bei Hardware-in-the-Loop (HiL) ist die reale SPS über das Netzwerk angebunden. realvirtual unterstützt beide Wege mit denselben Signalen – vom SiL-Test in der frühen Phase bis zum HiL-Abnahmetest.
Kann ich den Quellcode einsehen?
Ja. realvirtual Professional wird mit vollem C#-Quellcode ausgeliefert; der Browser-Viewer realvirtual WEB ist als Open Source (AGPL) auf GitHub verfügbar. Das Übergabeformat GLB ist offen dokumentiert.
Brauche ich eine Cloud oder spezielle Hardware?
Nein. Die Simulation läuft lokal auf einem üblichen Engineering-PC. Es ist keine GPU-Farm, kein Rechenzentrum und keine Cloud-Anbindung erforderlich; Ihre Daten bleiben im Haus.
Wie hängt die virtuelle Inbetriebnahme mit dem digitalen Zwilling zusammen?
Die virtuelle Inbetriebnahme ist die zweite von vier Stufen des digitalen Zwillings: Konzeptsimulation, virtuelle Inbetriebnahme mit realer Steuerung, Integrationstest mit MES und 3D-HMI an der laufenden Maschine – dasselbe Modell wird über alle Stufen wiederverwendet.
Sehen Sie es laufen
Öffnen Sie die Live-Demo im Browser — ohne Installation, ohne Konto. Oder starten Sie kostenlos: realvirtual WEB ist Open Source auf GitHub.
