Das 3D-HMI: Ihre Maschine ist die Bedienoberfläche

Live-Status, Alarme und Sensorwerte direkt am 3D-Modell – und jedes Handbuch, jede Zeichnung, jede Ersatzteilliste hängt an genau dem Bauteil, zu dem sie gehört. Im Browser, auf jedem Gerät, ohne Cloud.

Was ist ein 3D-HMI?

Ein klassisches HMI-Panel zeigt Variablenwerte, Trendkurven und Alarmlisten – die Zuordnung zur Maschine übernimmt der Mensch davor. Ein 3D-HMI dreht das um: Live-Signale aus der SPS treiben das 3D-Modell der realen Maschine. Antriebe bewegen sich, Sensoren schalten, ein Alarm markiert exakt das Bauteil, das ihn ausgelöst hat. Bediener und Servicetechniker sehen, wo etwas passiert – nicht nur, welche Variablennummer sich geändert hat.

In den vier Stufen des Digitalen Zwillings ist das 3D-HMI die letzte Ausbaustufe: der digitale Schatten der laufenden Maschine. Dasselbe Modell, das für Vertriebsvisualisierung, Anlagensimulation und virtuelle Inbetriebnahme gebaut wurde, zeigt jetzt die Live-Produktion – einmal bauen, überall nutzen.

3D-HMI in realvirtual WEB: Maschinenmodell im Browser mit Live-Statuspanels

Ein 3D-HMI in realvirtual WEB: das Maschinenmodell läuft im Browser, Live-Panels zeigen Maschinendaten im Kontext.

Ein 3D-HMI in realvirtual WEB: das Maschinenmodell läuft im Browser, Live-Panels zeigen Maschinendaten im Kontext.

Das Maschinen-Informationssystem: Doku im 3D-Kontext

Ein Maschinen-Informationssystem hängt alles, was ein Techniker braucht, an das Bauteil, zu dem es gehört: Betriebsanleitungen, Stromlaufpläne, Ersatzteillisten, Wartungshistorie. Klick auf einen Motor – die Dokumentation erscheint. Verweist ein Alarm aufs Handbuch, öffnet realvirtual WEB das PDF auf genau der zitierten Seite.

Die EU-Maschinenverordnung 2023/1230, gültig ab Januar 2027, erlaubt rein digitale Maschinendokumentation – sofern sie über die Lebensdauer verfügbar bleibt und druck-, download- und offline-fähig ist. Das ist eine Chance, keine Last: Eine Maschine, die mit einem 3D-Informationssystem statt einem Papierordner ausgeliefert wird, ist das bessere Produkt. realvirtual WEB liefert die Dokumentation versioniert per Git und läuft 10+ Jahre auf Ihrer eigenen Infrastruktur.

Maschinen-Informationssystem in realvirtual WEB: das PDF-Handbuch öffnet auf genau der vom Alarm referenzierten Seite

Doku im Kontext: das Handbuch öffnet auf der zitierten Seite – direkt neben dem 3D-Modell.

Doku im Kontext: das Handbuch öffnet auf der zitierten Seite – direkt neben dem 3D-Modell.

Live-Maschinendaten: OEE, Zustände, Alarme

Mit der laufenden Maschine verbunden wird das 3D-HMI zur Monitoring-Station: OEE-Dashboards, Zustands-Timelines, Stückzähler und Alarmlisten aktualisieren sich in Echtzeit neben dem 3D-Modell. Typische industrielle Update-Raten von 10–50 ms reichen für flüssige Live-Bewegung im Browser völlig aus.

Alles läuft On-Premises. Der Browser lädt die Anwendung von einem Server im eigenen Netz – kein Cloud-Abo, keine Daten verlassen die Fabrik. Air-gapped OT-Netze sind ein unterstützter Fall, keine Ausnahme.

OEE-Dashboard im 3D-HMI von realvirtual WEB: Verfügbarkeit, Leistung und Qualität live neben dem Maschinenmodell

Live-Monitoring: OEE-Kennzahlen und Maschinenzustände aktualisieren sich in Echtzeit neben der 3D-Ansicht.

Live-Monitoring: OEE-Kennzahlen und Maschinenzustände aktualisieren sich in Echtzeit neben der 3D-Ansicht.

KI-gestützte Fehlerdiagnose

Steht ein Alarm an, fragt der Bediener den eingebauten KI-Assistenten. Er liest die Live-Signale, durchsucht die Handbücher der Maschine per Retrieval-Augmented Generation und antwortet in Klartext – mit der Handbuchseite als zitierter Quelle.

Dokumente, Suchindex und Embeddings bleiben auf Ihrem Backend. Nur kurze Textauszüge erreichen das Sprachmodell – das Sie selbst wählen. Der API-Key erreicht den Browser nie.

Ask AI im Alarm-Panel von realvirtual WEB: der Assistent erklärt Ursache und Abhilfe für einen Kontaktkraft-Fehler am Cobot

KI-Diagnose am Alarm: Antwort in Klartext, mit der Handbuchseite als Quelle.

KI-Diagnose am Alarm: Antwort in Klartext, mit der Handbuchseite als Quelle.

Wie die Live-Daten in den Browser kommen: realvirtual CONNECT

Die Brücke zwischen Steuerung und Browser ist realvirtual CONNECT: ein natives Gateway, das Siemens S7, Beckhoff TwinCAT ADS, OPC UA, MQTT, Modbus und EtherNet/IP spricht und die Signale per WebSocket ans 3D-HMI streamt.

CONNECT ist bis 20 Signale kostenlos – der schnellste Weg, die eigene SPS live im Browser zu sehen. Mehr über realvirtual CONNECT →

Häufige Fragen zum 3D-HMI

Was ist der Unterschied zwischen einem 3D-HMI und SCADA?

Beide ergänzen sich. SCADA-Systeme steuern und archivieren; ein 3D-HMI fügt die räumliche Ebene für Menschen hinzu: Live-Zustände und Alarme am Maschinenmodell, Dokumentation an den Bauteilen. Über offene Protokolle wie OPC UA und MQTT bindet es sich in bestehende SCADA- und MES-Landschaften ein, statt sie zu ersetzen.

Wie kommt das 3D-HMI an die Daten aus der SPS?

Über realvirtual CONNECT, ein natives Gateway, das Siemens S7, Beckhoff TwinCAT ADS, OPC UA, MQTT, Modbus und EtherNet/IP liest und die Signale per WebSocket in den Browser streamt. Update-Raten von 10–50 ms sind typisch und reichen für flüssige 3D-Bewegung aus.

Braucht ein 3D-HMI mit realvirtual WEB eine Cloud?

Nein. realvirtual WEB wird als Quellcode ausgeliefert und läuft auf Ihrer eigenen Infrastruktur – ein Industrie-PC neben der Maschine genügt. Air-gapped Netze ohne Internetzugang werden voll unterstützt. Keine Daten verlassen Ihre Fabrik.

Ist ein digitales Maschinen-Informationssystem konform mit der EU-Maschinenverordnung 2027?

Die Maschinenverordnung 2023/1230, gültig ab 20. Januar 2027, ermöglicht ausdrücklich digitale Maschinendokumentation – sofern sie mindestens 10 Jahre verfügbar bleibt und druck-, download- und offline-fähig ist. realvirtual WEB ist für genau dieses Auslieferungsmodell gebaut: versionierte Dokumentation, offline-fähig, gehostet vom Maschinenhersteller auf eigener Infrastruktur.

Wie erstelle ich ein 3D-HMI meiner Maschine?

Wurde die Maschine mit realvirtual in Unity engineert, exportieren Sie sie als GLB-Datei mit eingebetteten Metadaten – der Browser-Zwilling erbt Kinematik, Signale und Logik. Alternativ starten Sie mit einem beliebigen CAD-basierten GLB und mappen SPS-Signale direkt in realvirtual WEB auf die Bauteile.

Was kostet ein 3D-HMI mit realvirtual WEB?

Der Quellcode ist Open Source (AGPL-3.0) und unter deren Bedingungen kostenlos nutzbar – ohne Support. Die kommerzielle Entwicklungslizenz (1.920 € netto pro Entwickler und Jahr) wird nur gebraucht, solange aktiv entwickelt wird, und enthält den Support; endet die Entwicklung, endet auch die Lizenz. Ausgelieferte Maschinen laufen weiter: 300 € netto einmalig je Maschine für eine unbefristete, offline-fähige Runtime – ohne Cloud-Gebühren.

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